Interview

Das wird immer stärker werden

Max Kettner arbeitet beim Bundesverband mittelständische Wirtschaft, ist für Förderprojekte zuständig und leitet das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum in Berlin. Ein Gespräch über die Digitalisierung vor und in Zeiten von Corona.

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Interview

Chefs voller Selbstzweifel

Ein Drittel der Führungskräfte hierzulande fühlt sich mit ihrer Position überfordert und hat mit Selbstzweifeln zu kämpfen. Zu diesem alarmierenden Ergebnis kommt eine Umfrage unter Führungskräften, die in Kooperation der Universität Witten/Herdecke mit der Bertelsmann-Stiftung entstanden ist. Guido Möllering ist Professor für Unternehmensführung an der Universität Witten/Herdecke und Mitautor der Studie. Ein Gespräch über ständige Veränderung, einsame Wölfe und Wege aus der Frustration.

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Digital verarbeitbare Kompetenzbeschreibungen - Ein Linked Data-Ansatz für ein generisches Kompetenzmodell

Jan Wunderlich und Meike Tilebein

Zunehmend spezialisierte, diverse und auch gänzlich neue Kompetenzen und Kompetenzprofile erschweren die Interpretation von Bildungsabschlüssen und das Matching von Anforderungsprofilen mit Kompetenzen von Individuen oder Gruppen. Wenn Kompetenzbeschreibungen natürlichsprachlich formuliert vorliegen, ist die informationstechnologische Unterstützung bei der Aktualisierung, Kommunikation und Analyse begrenzt. Es erscheint daher erstrebenswert, Kompetenzen in einer formalen, computerunterstützt auswertbaren Beschreibungssprache zu modellieren. In diesem Beitrag wird der Ansatz einer generischen Syntax zur Formulierung von Lernzielen vorgestellt, wodurch auch komplex formulierte Kompetenzen und Lernziele in einer computerunterstützt auswertbaren Ontologie abgebildet werden können und mit Semantic Web- und Linked Data-Techniken geteilt und weiterverarbeitet werden können.

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Anwendungsspezifische Auswahl von Text-Mining-Methoden - Identifikation von Qualifizierungsbedarfen für Servicetechniker

Thies Beinke, Michael Freitag, Nico Nienaber, Annabell Schamann, Klaas Feldmann

Die computergestützte Analyse großer Datenmengen verspricht für unterschiedlichste Anwendungsfälle und Bedarfe erheblichen Nutzen. Ziel dieses Beitrags ist die Entwicklung eines Ansatzes zur Ermittlung geeigneter Text-Mining- Methoden ausgehend vom spezifischen Anwendungsfall. Dieser Ansatz umfasst zwei Phasen, welche den Analytic Hierarchy Process sowie den Text-Mining- Prozess einbeziehen. Für den Anwendungsfall der Identifikation von Qualifizierungsbedarfen von Servicetechnikern wird der Ansatz beispielhaft durchlaufen. Das Ergebnis dieser beispielhaften Betrachtung verdeutlicht, dass die jeweiligen Methoden des Text-Minings bzw. ihre Mehrwerte nicht nur von dem Anwendungsfall, sondern auch stark von der jeweiligen Zielstellung abhängen.

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Adaptive Assistenzsysteme - Antwort auf komplexe Produktionsprozesse und heterogene Belegschaften

Tina Haase, Dirk Berndt, Evelyn Fischer und Michael Schenk

Der Beitrag stellt Gestaltungsansätze und Methoden für die Implementierung adaptiver Assistenzsysteme vor und zeigt auf, welchen Einfluss die unterschiedlichen betrieblichen Rollen auf die Gestaltung von Assistenzsystemen haben. Eine nutzeradaptive und kontextsensitive Gestaltung ermöglicht die Anpassung der Inhalte und der Darstellung an die Erfordernisse des Nutzers und an die zu unterstützende Arbeitsaufgabe. Es wird eine Systematik vorgestellt, die diese Gestaltungsdimensionen anhand von persönlichkeits- und tätigkeitsbezogenen Kategorien aufzeigt und als unterstützendes Werkzeug bei der Planung und Einführung von Assistenzsystemen genutzt werden kann. Diese Systematik wird ergänzt durch Gestaltungsdimensionen eines Assistenzsystems, die sowohl die Technologieauswahl als auch die Technologiegestaltung berücksichtigen.

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Qualifizierung

Hybride Agilität in Großunternehmen - Von der Notwendigkeit des Entlernens

Marcel F. Volland

Viele Großunternehmen müssen sich schnell wechselnden Kundenwünschen und neuen Technologien anpassen, leiden aber gleichzeitig unter einer trägen und dysfunktionalen Organisationsstruktur. Daher ist das Interesse an der IT-Branche gestiegen, um das dort angewendete, agile Arbeiten in die eigenen Strukturen zu implementieren. Eine Tiefenstudie in einem DAX-Unternehmen zeigt, welche Rolle Entlernprozesse bei der Entstehung von hybriden agilen Methoden spielen.

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Einsatz von Gamification zur Motivationssteigerung in manuellen Montageassistenzsystemen - Methodik zur Auswahl geeigneter Spiel-Design-Elemente

Dennis Keiser, Christoph Petzoldt, Thies Beinke und Michael Freitag

In der manuellen Montage werden Assistenzsysteme zur informatorischen und physischen Unterstützung der Mitarbeiter eingesetzt. Die gezielte Anreizgestaltung in diesem Umfeld mit überwiegend monotoner Tätigkeitsausführung erfolgt bislang nicht. Dieser Beitrag stellt den Ansatz des Gamification als Möglichkeit zur gezielten Motivationssteigerung in der Montage vor. Für eine erfolgreiche Umsetzung von Gamification-Anwendungen bildet die Auswahl und Gestaltung geeigneter Spiel-Design-Elemente eine entscheidende Grundlage. In diesem Beitrag wird ein Ansatz zur strukturierten und methodengestützten Auswahl ebendieser Spiel-Design-Elemente präsentiert. Ausgangspunkt dieses Ansatzes stellen die Selbstbestimmungstheorie sowie eine Verbindung von Methoden des Operations Research im Betrachtungsgegenstand der Arbeitsorganisation dar.

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Qualifizierung

Digitalisierung: Der Arbeitsmarkt verändert sich

Enzo Weber

Die öffentliche Diskussion über die Zukunft der Arbeit im Zeitalter der Digitalisierung wird von Vorstellungen von selbstfahrenden Autos, menschenleeren Fabriken oder vollautomatischer Logistik dominiert. Dies schafft Ängste vor einem massiven Verlust von Arbeitsplätzen und einem Rückgang der Beschäftigung in der Zukunft. Gleichzeitig hat dies zu intensiven Debatten über ein bedingungsloses Grundeinkommen geführt: Während die Produktivität steigen würde, würde ein deutlicher Rückgang der Zahl der Arbeitsplätze den Einkommensverteilungsmechanismus in Frage stellen, auf welchem unsere Arbeitsgesellschaften derzeit beruhen. Dieser Beitrag argumentiert, dass die Ersetzung bestehender Arbeitsplätze - oder zumindest von Aufgaben - durch Technologie zwar erfolgen wird und immer stattgefunden hat, dies aber nur eine Seite der Medaille ist. Die Zukunft der Arbeitsmärkte wird komplexer sein. Dies wird in der makroökonomischen, betrieblichen und internationalen Dimension diskutiert.

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Qualifizierung

Entwicklung einer RFID-Qualifizierungsmaßnahme

Bernd Scholz-Reiter, Sylvie Gavirey, Christian Gorldt, Uwe Hinrichs, Jan Topi Tervo und Dieter Uckelmann

Die Einführung der kontaktlosen Objektidentifizierung mittels Radio Frequency Identification Technologie (RFID) wird inzwischen vermehrt von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) vorrangig aus zwei Gründen in Betracht gezogen: Zum einen um die internen Abläufe in Produktion und Logistik zu optimieren und zum anderen um Kundenwünschen gerecht zu werden. Allerdings wurde im Allgemeinen in Unternehmen in den letzten Jahren nur wenig oder oberflächliches Wissen zu dieser Technik angesammelt und somit ist eine qualifizierte und zertifizierte Schulung im Umgang mit RFID dringend notwendig. Dadurch soll intern Prozesssicherheit garantiert und innerhalb der Wertschöpfungskette einheitliche Standards bezüglich der Handhabung und Implementierung von RFID nachgewiesen werden.

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