Beruflich-betriebliche Weiterbildung 4.0 - Gamification im E-Learning in Verbindung mit individueller Spieleapplikation für die mitarbeiterorientierte Weiterbildung der Zukunft

Thies Beinke, Michael Freitag, Annabell Schamann und Klaas Feldmann

Die Digitalisierung der Arbeitswelt führt zu dem Bedarf und zugleich zu der Möglichkeit, Mitarbeiter kontextorientiert, individuell und arbeitsprozessnah zu qualifizieren. Die Herausforderung in diesem Zusammenhang stellt der ziel- orientierte und abgestimmte Einsatz von unterschiedlichen Lernformen und -systemen dar. Der vorliegende Beitrag liefert einen Ansatz zur Verbindung von inhaltlicher und struktureller Gamification im E-Learning und der Motivationssteigerungen für das E-Learning sowie der Wissensverstetigung durch mobiles Lernen mittels einer auf die Branche des Anwendungsfalls zugeschnittenen Spieleapplikation. Hierzu werden zu Beginn der Anpassungsbedarf der Bildung auf den digitalen Wandel beschrieben, die Pfeiler des avisierten Konzepts (Gamification, E-Learning und mobiles Lernen) eingeordnet, eine Umsetzung am Anwendungsfall der Instandhaltung von Windenergieanlagen geliefert und abschließend die Ergebnisse der Evaluation sowie des Mehrwerts dieses Beitrags diskutiert.

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Digitalisierung

Der Wandel von Praxis, Wissen und Identität in der Industrie 4.0 - Automatisierung und Digitalisierung verändern nicht nur  „was wir tun“ und „was wir können (müssen)“, sondern auch „wer wir sind"

Barbara Kump

Oft wird bei der Digitalisierung und Automatisierung von Arbeitsprozessen übersehen, dass dadurch für die Organisation gravierende Veränderungen angestoßen werden. Dieser Beitrag zeigt auf, dass solche Veränderungen zu einer Inkongruenz zwischen dem „was eine Organisation tut“ (Praxis), „was sie kann“ (Wissen) und „wer sie ist“ (Identität) führen können. Um Veränderungen erfolgreich umzusetzen, müssen diese Inkongruenzen überwunden werden. Wenn Manager sich dessen bewusst sind, können viele Probleme wie z. B. der Zusammenbruch bestehender Routinen, Wissenslücken oder der Abgang von wichtigen Mitarbeitern vorhergesehen und gelöst werden.

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Herausforderungen altersgerechter Weiterbildung - Potenziale arbeitsgebundenen Lernens und mobiler IIoT-Technologien für eine zielgruppenorientierte Bildungsarbeit

Malte Teichmann, André Ullrich, David Kotarski und Norbert Gronau

Demographische und technische Entwicklungen stellen Herausforderungen für Unternehmen dar. Beispielsweise sehen sich diese mit der Abwanderung von Erfahrungswissen und Fachkräftemangel konfrontiert. Ein Lösungsansatz ist eine längere Beschäftigungsdauer, die durch altersgerechte (Weiter-)Qualifizierung gewährleistet werden kann. Die Qualifizierung Älterer ist jedoch mit Herausforderungen verbunden. Letztere sind u.a. auf ein defizitorientiertes Rollenverständnis innerhalb der Unternehmen zurückzuführen. Dieser Beitrag greift die Besonderheiten betrieblicher Weiterbildung älterer Beschäftigter sowie den zunehmenden Anteil mobiler Industrial Internet of Things (IIoT)-Technologien innerhalb von Arbeitsprozessen auf. Das Ziel besteht darin, Lösungsansätze für altersgerechte Bildungsarbeit unter Berücksichtigung der Potenziale von IIoT aufzuzeigen. Dazu werden sowohl Chancen arbeitsgebundenen Lernens sowie verschiedene Ansätze zur Gestaltung lernförderlicher Arbeitsumgebungen durch mobile IIoT-Technologien dargelegt.

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Qualifizierung

Hybride Agilität in Großunternehmen - Von der Notwendigkeit des Entlernens

Marcel F. Volland

Viele Großunternehmen müssen sich schnell wechselnden Kundenwünschen und neuen Technologien anpassen, leiden aber gleichzeitig unter einer trägen und dysfunktionalen Organisationsstruktur. Daher ist das Interesse an der IT-Branche gestiegen, um das dort angewendete, agile Arbeiten in die eigenen Strukturen zu implementieren. Eine Tiefenstudie in einem DAX-Unternehmen zeigt, welche Rolle Entlernprozesse bei der Entstehung von hybriden agilen Methoden spielen.

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Einfluss der Industrie 4.0 auf ausgewählte Kompetenz- und Rollenprofile - Entwicklungen von Berufsbildern unter besonderer Berücksichtigung von IT-Kompetenzen

Christin Schumacher, Hendrik Lager, Philipp Regelmann, Jan Winkels und Julian Graefenstein

Ausgehend von der Gegenüberstellung der Entwicklung von Wissens-, Kompetenz- und Rollenprofilen operativer und strategischer Beschäftigtengruppen im Zuge der Industrie 4.0 von Lager u. a. [1] soll die Rolle des überschneidenden Schwerpunkts IT näher untersucht und die Gegenüberstellung auf die taktische Ebene am Beispiel der Produktionsplanung ausgeweitet werden. Dabei werden Auswirkungen des Bedarfs verstärkter IT-Kompetenz in allen Bereichen produzierender Unternehmen auf die Aufweichung von aktuellen Rollenprofilgrenzen dargestellt.

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Gestaltung von Geschäftsmodellen digitaler B2B-Plattformen

Wolfgang Buchholz, Charlotte Kosiorkiewicz und Holger de Bie

Angetrieben durch die Möglichkeiten der Digitalisierung kommt heute kaum ein Unternehmen darum herum, sich mit den Potenzialen und Auswirkungen digitaler Plattformen zu beschäftigen. Vor diesem Hintergrund entwickelt der Beitrag anhand von Plattform-Merkmalen und den Kernfragen von Geschäftsmodellinnovationen einen Orientierungsrahmen zur Ableitung von Gestaltungshinweisen für digitale B2B-Plattformen (Was? Wer? Warum? Wie?).

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